Sabi

Mittwoch, 25. Februar 2015

Story-Pics - Die Geschichte


Hallo ihr Lieben,

meine Geschichte habe ich schon vor einer Weile erhalten und ich wollte sie einfach nicht herausrücken, grins.

Nein, das stimmt natürlich nicht ich freue mich unheimlich sie mit euch teilen zu dürfen, denn schließlich bin ich doch stolz auf mein Baby (ich weiß ich hatte ja kaum Arbeit damit) aber all die Worte entstanden aus Momenten, manche geplant, andere nicht, einige voller Emotionen, andere wiederum sehr alltäglich.

So und nun präsentiere ich euch meine Geschichte ♥

Heute ist mein 10. Geburtstag!“, freute sich der nicht mehr ganz so kleine Max bereits weit vor Sonnenaufgang. Wie ein kleines Schneegestöber wirbelte er umher. Alles im Haus war noch so still.
Doch da, auf dem Kamin, dort stand doch etwas. Seine Augen begannen zu leuchten, denn neben dem reich gedeckten Geschenketisch stand eben auch dieser besondere Blumengruß. Im Licht des Kaminfeuers leuchteten die einzelnen Blütenblätter geheimnisvoll. Max war fasziniert und ließ alles andere unbeachtet liegen. Wie magisch angezogen blieb er vor dem Strauß stehen.
Plötzlich erlosch das Feuer und Nebelschwaden zogen durch den Kamin. Ein kleiner, feiner Herr mit einem moosgrünen Umhang, einem Buckel, einer tief ins Gesicht gezogener grau-grüner Mütze und lustigen mittelalterlichen Stiefeln erschien.
Willkommen liebes Geburtstagskind!“, sprach er Max mit ruhiger tiefer Stimme an. Dieser wich erschrocken zurück und rieb sich die Augen, denn er glaubte zu träumen.
„Sei
tapfer!“, sprach er sich selber beherzt Mut zu und hockte sich nieder, bis der kleine Mann weitersprach.
„Ich bin James, der
Brückenwächter. Ich komme aus einem Land, welches nur Kinder an ihrem 10. Geburtstag sehen! Herzlichen Glückwunsch, lieber Max!“ Noch immerungläubig, was er da sah und hörte, versuchte Max seine Sprache wieder zu finden und stammelte heiser: „Danke!“
„Ehrensache! Bist du bereit?“
„Bereit wofür?“ Max sprang ängstlich so schnell auf, dass die
Suppenteller vom Kaminsims fielen und in 1000 Stücke zerbrachen. „Oh Mist, die wollten sich die Feriengäste doch nächste Woche mitnehmen!“ Verzweifelt versuchte Max die Scherben zusammen zu sammeln, als ihn der Herr beruhigte: „Bis wir zurück sind, ist das wieder in Ordnung! Nun komm, folge mir!“
Zögerlich griff Max nach der ausgestreckten Hand von James. Gemeinsam verschwanden sie im Nebel des Wolkenspiels. Sie drehten sich und wirbelten herum, wie ein Kettenkarussell auf dem Jahrmarkt. Immer schneller kreisten sie umher, bis der Nebel begann, sich langsam aufzulösen. Erst dann wurden sie langsamer und Max versuchte herauszufinden, wo sie hier eigentlich waren. Er hörte ein Wiehern und sah die Umrisse eines Pferdes, das an einem See stand.
Als sie wieder Boden unter den Füßen hatten, verzog sich auch der letzte Schleier.
Wir sind da!“ ergriff James das Wort.
„Da? Aber wo sind wir hier?“ stammelte Max, als er, völlig außer Puste, seine Stimme wiedergefunden hatte.
Sie standen auf einer Waldlichtung, der Vollmond schien so hell vom Nachthimmel, dass man den Tau auf den Blättern glitzern sah. Max sah sich vorsichtig um und entdeckte wieder diesen Pferdeumriss. Als er wenige Schritte näher ging, staunte er:
Das ist ja gar kein Pferd – es hat ja Flügel!“
Darf ich vorstellen, das ist Xenia, unser Pegasus. Sie erwartet in Kürze Nachwuchs!“
„Ehrlich, ein Pegasusfohlen?“ staunte Max ungläubig.
„Ja, aber die böse
Hexe Soraya hat gedroht, dass sie dieses Fohlen haben will.“
„Oh nein! Warum will sie es Xenia denn wegnehmen?“
„Nun,“ versuchte James Max zu erklären, „in ihrem
unterirdischen Tunnelsystem will sie dieses Fohlen zu einem bösartigen Wesen erziehen, welches später den Jagdtrieb einer Raubkatze besitzen soll.“
„Ja, geht so etwas denn überhaupt?“, stammelte Max fassungslos.
„Dass, mein lieber Max“, betonte James, „liegt allein an dir!“
„An mir????“
James nickte stumm und erklärte: „Jedes 10-jährige Kind bekommt an seinem Geburtstag eine eigene zu bewältigende Aufgabe. Du hast Zeit bis zum Sonnenuntergang. Ich muss mich nun von dir verabschieden, da ich noch weitere Kinder zu ihren Aufgaben geleiten muss.“
„Du kannst mich nicht alleine lassen, James! Ich weiß doch gar nicht, was ich tun muss!“
Max wollte James aufhalten, als dieser sich umdrehte und langsam in dem Froschteich verschwand, zu dem sich der „See“ bei genauerem Hinsehen entpuppt hatte.
Seine letzten Worte waren: „Finde den Drachen, er hat ein Ei!“
Damit stand Max nun alleine auf der Lichtung und hockte sich ins Gras. Er vergrub sein Gesicht und weinte still vor sich hin. Immer wieder gingen ihm James letzte Worte durch den Kopf. Drachenei? Was meinte James damit? Wo soll er das Ei eines Drachens denn suchen und finden? Und dann … was sollte er mit dem Ei anfangen?
Die Sonne ging langsam auf, es wurde heller und Max döste nur noch vor sich hin. Seine Tränen waren nun getrocknet und er war gewillt, seine Aufgabe zu lösen.
Er hatte noch immer keine Ahnung, wie er das Fohlen vor Soraya schützen sollte und schon gar nicht, wie er einen Drachen finden konnte, doch er stand entschlossen auf und begab sich ins Abenteuer. Max begann vorsichtig umherzuwandern, alles war so neu und unheimlich. Er versuchte jemanden zu finden, der ihm vielleicht helfen konnte. In weiter Ferne sah er einen hohen Schlossturm. Er war weiß und hell, und irgendwie schien er zu strahlen. Oben auf sah Max ein hellgraues Dach – an dessen Spitze eine Fahne wehte. Sie war bunt und zeigte ein Wappen.
Neugierig lief Max darauf zu und dachte: „Vielleicht finde ich dort einen Hinweis!“
Je näher Max dem Turm kam, umso genauer konnte er die Fahne erkennen. Das Wappen war mit einer goldenen Kordel umzogen, der Untergrund war dunkelblau und funkelte. In der Mitte erkannte Max eine wundervoll weiße Schneeeule.
Oh, wie schön! Wie wunderschön!“ sprach Max.
„Ja, das ist es in der Tat“, ertönte ein zartes, seufzendes Stimmchen.
Max fuhr erschrocken herum. Wo kam plötzlich diese Stimme her? Er sah niemanden und glaubte nach einer Weile, sich geirrt zu haben. Verwirrt blickte er zum Himmel hinauf. Mittlerweile stand die Sonne schon fast im Zenit.
Noch immer hatte er nichts gegessen, das fiel ihm auf, denn sein Magen meldete sich lautstark. Einige Meter weiter sah Max einen Brunnen. Er beschloss dort zu rasten, etwas zu trinken, und vielleicht würde er dort auch etwas zu essen zu finden.
Als sich Max über den Brunnenrand beugte, um einen großen Schluck Wasser zu trinken, ertönte plötzlich wieder dieses Stimmchen:
Sei vorsichtig Max! Sonst fällst du in den Brunnen. Wer nichts Gutes im Schilde führt, wird darin verzaubert!“
„Aber ich bin doch hier um Xenias Fohlen zu retten!“ entgegnete Max.
„Prima, dann geschieht dir auch nichts Schlimmes!“ sprach das Stimmchen erleichtert weiter.
Ein helles Glockenspiel erklang und das Stimmchen nahm Gestalt an.
Hey! Ich bin die Wiesenelfe Tamina und die oberste Hüterin des Wunschbrunnens.“
„Guten Tag! Und ich bin Max!“ stellte er sich höflich vor.
Die
Elfe kicherte: „Ich weiß, James hat erwähnt, dass du heute hier deine Aufgabe löst. Ich kann dir helfen, wenn du magst!“
„Ja, und ob! Ich meine, ja gerne!“ beschämt blickte Max auf den Boden und wurde vor Verlegenheit ganz rot im Gesicht. Da knurrte schon wieder sein hungriger Magen. Dieses Geräusch kannte Tamina nicht und versteckte sich völlig verängstigt.
„Das ist nur mein Bauch. Ich habe mächtig Hunger!“ jammerte Max.
„Ach so,“ kicherte Tamina „dann los, komm mit mir!“
Sie zog an Max Ärmel, bis sie in ihrem Versteck ankamen. Hier roch es herrlich nach Blumen und Essen. Max setzte sich und schlug sich den Bauch so richtig voll. Tamina und ihre Schwestern kicherten. Noch nie hatten sie einen so hungrigen Jungen gesehen. Als Max, langsam gesättigt, sich wohlig den Bauch streichelte, fingen die zarten Wesen an zu plaudern.
Sie erzählten von einem Turnier des Nachbarvolkes, als Preis sollte es ein ganz besonderes Ei geben.
„Etwa das Ei des Drachens?“ schreckte Max plötzlich hellhörig auf.
„Ja, genau! Woher weißt du das?“ stoppten die Schwestern ihre Unterhaltung.
„Das ist eine lange Geschichte!“
Aber erzählt mir mehr. Wo findet dieser Wettkampf statt?“
Die Elfenmädchen schauten Tamina fragend an. Diese nickte lächelnd und dann quasselten alle gleichzeitig und wild durcheinander. Max verstand nur Bruchteile: Ei, Feuer, Schlossfriedhof, später Nachmittag. Immerhin. Eines war klar, er musste dieses Ei haben und deshalb endlich aufbrechen. Tamina hockte sich zu ihm und sprach:
Du bekommst von mir diesen Umhang, dieses rote Pulver und diesen duftenden Keks. Benutze sich genau in dieser Reihenfolge! Und nun geh!“
„Danke, Tamina!“, sagte Max und gab ihr ein Küsschen.
Gestärkt verließ Max das Versteck und ging Richtung Schloss.
Er war nicht mehr weit entfernt, als er viele Stimmen wild durcheinanderreden hörte. Er folgte den Lauten und sah auf einem Friedhof unzählige Wichtel. Sie unterschieden sich nur in der Farbe ihrer Hüte. Die einen waren gelb und die anderen moosgrün. Max versteckte sich hinter einem Denkmal. Aus diesem Blickwinkel konnte er gut beobachten, wie sich die beiden Fronten gegenseitig bekämpften. Nach und nach wurden es immer weniger. Jeder gefallene Wicht löste sich in Lichtflocken auf. Gruselig war das anzusehen.
Als nur noch zwei auf dem Schlachtfeld standen, sagte der eine zum anderen:
„Du, Harrus, ich glaube, wir sind nicht allein.“
„Ach Quatsch, wer soll denn noch hier sein? Du willst doch nur kneifen!“
Erschrocken zuckte Max zusammen und warf sich schnell den Umhang über. Genauso wie Tamina es gesagt hatte. Augenblicklich wurde er unsichtbar.
Während Harrus und der andere zu suchen begannen, nutzte Max die Gunst der Sekunde um sich das Ei zu schnappen. Auch dieses versteckte er unter seinem Umhang. Mit dieser Tarnung lief er zum Lagerfeuer.
Er streute das Pulver in die Flammen und Soraya tauchte wütend auf. Sie stampfte auf den Boden und schrie zornige Sprüche, als sie Max erblickte. Mutig zeigte er ihr das Ei.
Ist das echt?“, fragte Soraya gierig, während sie sich näher schlich.
„Ich denke schon!“ entgegnete Max gleichgültig, und steckte sich den Keks in den Mund.
Es kribbelte ihn und er merkte, dass er immer stärker wurde. Mit bloßer Hand konnte er das Ei öffnen und heraus strömte der Duft von Weihrauch. Soraya blieb versteinert stehen. Weihrauch war ihr Tod. Aber der betörende Duft benebelte auch Max.
Als er die Augen wieder aufschlug, saß er neben seiner Mutter an der reich gedeckten Kaffeetafel vor dem heimischen Kamin. Er blätterte in einem bunten Buch und es kam ihm so vertraut und bekannt vor. Auf der letzten Seite war ein Bild von einem Pegasusfohlen, welches sich verbeugte und darüber stand geschrieben: „DANKE, MAX!“
Konnte es denn sein? Hat er tatsächlich das Fohlen von Xenia gerettet? Schmunzelnd klappte er das Buch zu, nahm sich ein großes Stück Schokoladentorte und berichtete seiner Mutter von seinen Erinnerungen an diesen Traum.
Na, meine Naschkatze“, liebevoll strich sie Max durch die Haare, „dies war kein Traum!“

Geheimnisvoll löffelte sie den Schaum von ihrem Latte Macchiato, während Max sie fragend ansah.

*seufz* als sie zu Ende war war ich so im Lesefluss dass ich dreimal angesetzt habe herum zu scrollen wo es denn weitergeht ;)

Leider habe ich meinen Schreiberling noch nicht enttarnt aber zwei Vermutungen. Es gibt zu viele vielleichts in meiner Theorie und aber nur wenige Schreiberlinge, denen ich keine Fantasy Geschichte "anhängen" würde.

Auf jeden Fall danke ich meiner Schreibbiene ganz ♥-lich es ist eine wundervolle Geschichte geworden und wenn ich sie auf meinen Reader gezaubert habe kann sie auch meine Tochter endlich lesen ;)

Wie fandet ihr die Geschichte? Leider kann ich bei der neuen Aktion nicht teilnehmen aber so wie ich Sunny kenne: Die nächste kommt bestimmt ;)




Dienstag, 10. Februar 2015

[Rezension] "Ich will doch bloß sterben, Papa"

Copyright Kösel Verlag
Format: eBook, gebundene Ausgabe, Taschenbuch (ab dem 20.Juli 2015)
Seitenanzahl: 336 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: Kösel Verlag
ISBN: 978-3466309948
Bestellbar bei: Amazon, Verlag, Koxinel


Jani ist erst vier Jahre alt, da befürchten Michael und Susan Schofield bei ihrer Tochter schizophrene Halluzinationen. Die damit konfrontierten Ärzte wiegeln ab, bei einem so kleinen Kind sei so etwas unvorstellbar. Doch der Verdacht bestätigt sich: Bei dem inzwischen sechsjährigen Mädchen wird Schizophrenie diagnostiziert. Jani lebt in einer Welt aus Halluzinationen und gewalttätigen Vorstellungen mit Hunderten imaginärer innerer „Freunde“. Eine Ratte flüstert ihr ein, ihren Bruder zu misshandeln, eine Katze sagt ihr, sie solle sich selbst töten, eine Stimme in ihr drängt sie dazu, aus dem Fenster zu springen. Und mittendrin in diesem Chaos aus nicht enden wollenden Wahnvorstellungen und Wutanfällen: Janis Eltern, die alles daransetzen, das Leben ihrer beiden Kinder zu schützen, während die Familie auseinanderzubrechen droht.

Diese packende Geschichte ist dramatisch und Mut machend zugleich. Sie lässt hoffen, dass die bedingungslose elterliche Liebe Jani künftig ein halbwegs lebenswertes Leben ermöglichen wird.
Quelle: Amazon Kurzbeschreibung


Von diesem Buch habe ich in letzter Zeit öfter gehört aber mir lange überlegt ob ich es lesen soll. Ich mag "Schicksalsromane" aber sobald es um Kinder geht wird es schon hart.
Ich muss sagen, das Buch war anders als ich es erwartet hatte, ich glaube das war auch gut so.

Da es sich um eine Autobiografie handelt gibt es über den Schreibstil nicht so viel zu sagen finde ich aber es lies sich gut lesen, viele Fachbegriffe wurden erklärt, manche nicht.

Das Cover ist durchweg hell gehalten nur das Mädchen trägt farbige Kleidung. Versucht man jetzt Interpretationen zu finden wie das mit dem Inhalt zusammenhängt würde ich sagen es beschreibt einerseits Jannis Schwierigkeit mit der Welt um sie zu agieren, sich zu integrieren und andererseits ihr entschwinden aus der Realität.

Ich bin böse auf Janni, aber noch böser bin ich auf die blöde Verkäuferin. (...)
Ich weiß, dass es nicht fair ist, von der Welt zu erwarten, dass sie sich auf Jannis Fantasie einlässt. Aber das hält mich nicht davon ab, mir zu wünschen, dass sie es täte.

Dieses Gefühl begegnet mir immer wieder im Buch, ich kenne das.
Die Hilflosigkeit des Vaters, der versucht der Welt begreiflich zu machen dass er ein besonderes Kind hat, auf das man sich auf eine besondere Weise einlassen muss.
Aber es funktioniert nicht, ein ums andere mal und man ist einer Art Ohnmacht nahe.
Der alleinige Kampf der Eltern gegen den Rest der Welt!

Die Geschichte beginnt eigentlich normal, ein scheinbar stures Kind das sich in keinster Weise anpassen will, eine Mutter die aber genau dies verlangt und Janni damit in fatale Situationen bringt und ein Vater der sein Kind genau aus diesen heraushalten möchte.
Aber Janni ist nicht stur, sie ist nicht aufmüpfig oder in einer von vielen "Phasen" Janni ist krank.

Ab hier wird man tiefer in die Welt der Schizophrenie hineingezogen. man erfährt Dinge nach und nach die ich mir eher schon zu Anfang gewünscht hätte, denn manchmal kommt einem schon der Gedanke "Aha, wo kommt das denn wieder her, wie kann einem sowas erst so spät einfallen". Aber ab jetzt wird es auch "gruselig" mit dem Fortschritt der Geschichte, schreitet auch Janni fort.

Sie hat dieses Grinsen im Gesicht, das mich ängstigt, weil es ihr etwas Berechnendes, Hinterhältiges verleiht. Was mir aber die größte Angst macht, ist, dass sie damit so gar nicht mehr wie Janni aussieht. Wenn ich an böse Geister glaubte, ich würde schwören, in diesen Momenten ist sie besessen.

In einer Autobiografie ist es schwer von Schreibstil, Charakteren und dem spannenden Fluss einer Geschichte zu reden. Denn es ist das Leben selbst und nicht jeder Autor einer Biografie schreibt professionell.
Also sage ich euch es ist eine Geschichte die einen tief im Herzen berührt, nachdenklich stimmt aber auch einen kritischen Blick für die Umwelt hinterlässt...was ist mit dieser oder jener Person, wieso verhält sich dieses Kind so und kann ich der hilflosen Mutter die gerade ihre letzten Nerven verliert irgendwie helfen?


Trotz kleinerer Schwächen die ein wenig das Verständnis der Geschichte trüben ein gutes Buch das unter die Haut geht und nachdem man sich nach Ponygeschichten sehnt, die von einer pinken Blumenwiese erzählen.

Den Eltern wünsche ich ganz viel Kraft, Janni und ihrem Bruder nur das Beste und viel Liebe in ihrem Leben!

Vielen Dank an den Kösel Verlag für die Möglichkeit auch meine Sichtweise und den Umgang mit dem eigenen Kind zu überdenken!





Sonntag, 25. Januar 2015

[Rezension] "Götterdämmerung - Die versunkene Stadt"

Copyright Katharina v. Haderer

Format: eBook, Taschenbuch (erscheint in Kürze)
Seitenanzahl: 404 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: Selbstverlag Autorenseite
ASIN: B00QH02A14
Bestellbar bei: Amazon
Autor zu finden bei: WebFacebook


Die Götter fielen vom Himmel - und mit ihnen versank die Stadt Badhre.

Anweisung der AVIS NIVEA:
“Im Falle einer Entführung, achten Sie auf Details.”

Über den Trümmern der versunkenen Stadt Archaibadhre erblüht das neue Neobadhre. Der alte Götterkrieg scheint längst vergessen. Als allerdings eines Tages eine Gruppe Fremder das Hauptquartier der Polizeiorganisation AVIS NIVEA stürmt, wird rasch klar, dass ein gefallener Gott seine Finger im Spiel haben muss. Auf der Suche nach Informationen schrecken die Angreifer nicht davor zurück, das gesamte Sekretariat zu entführen. Wer steckt hinter den Anschlägen? Droht Neobadhre erneut im Chaos zu versinken? Und wie soll es der obersten Chefsekretärin Alexandra Manzini zwischen magischen Zeichen und Schrottgolems gelingen, ihre Kollegen wieder heil an die Oberfläche zurückzubringen?
Quelle: Kurzbeschreibung Amazon 


WOUHOU, grins.
Also manchmal zahlt sich offenes auf jemanden zugehen doch aus und so kam ich an diesen Großartigen Trilogieauftakt.

Ich wurde zuerst auf das Cover aufmerksam (gemacht), den Klappentext habe ich nicht gelesen nur den ersten Satz als Überschrift "Anweisung der AVIS NIVEA: “Im Falle einer Entführung, achten Sie auf Details."

Ich weiß nicht warum aber ohne Zusammenhang zur Geschichte gesehen klang es witzig und sinnlos zugleich und hat mich zusammen mit dem Cover nicht mehr losgelassen. Dabei kannte ich nur das alte, das überarbeitete toppt das nochmal.

Die Sanftheit des Fuchses und die Härte des Maschinengewehr bilden einen sehr krassen Kontrast der schon erahnen lässt wie es im Buch zugeht.

Der Schreibstil ist fesselnd. ich befinde mich in einer völlig fremden Welt in der Magie und Maschinen alles dominieren und mein Gehirn war sofort gefangen.
Eine komplett neue, ungewohnte Umgebung für mich und doch fühlte ich mich sofort zu Hause. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und doch hatte ich Angst davor das Ende zu erreichen.

"7.32.2 Im Falle einer Entführung, legen Sie sich eine zweite Identität zu, die Ihnen so bekannt ist wie die eigene...

"Simon wie noch?"
"Simon Stifter."

... geben Sie niemals Ihren wahren Namen preis. Je weniger Ihr Entführer über Sie weiß, desto weniger kann er dieses Wissen gegen Sie verwenden.

Verdammt!"

Trotz der Kriegsstimmung die sich entwickelt besticht die Geschichte durch viel Humor, der genau wie bildhafte Beschreibungen in die Geschichte einfließt, wodurch sie nochmal so leicht und locker zu lesen ist.

Gewürzt wird das ganze durch einen Hauch Liebe, Erotik und tiefe Freundschaft.


Wenn ich mir im Kopf vorstelle wie ich dieses Buch erneut aufschlage sehe ich die ganze Action vor meinem inneren Auge ablaufen als wäre ich der Zuschauer, nicht der Leser!
Ein einschlagender Auftakt einer aufregenden Trilogie die hoffentlich schnell fortgesetzt wird.

Bald werde ich auch ihren Roman "Herz im Glas" lesen und ich bin gespannt ob sich ein Unterschied beim Schreibstil zwischen den Genre feststellen lässt.





Samstag, 17. Januar 2015

[Rezension] "Die Krumpflinge" - Egon zieht ein

Copyright cbj Verlag

Format: eBook, gebundene Ausgabe, Hörbuch
Seitenanzahl: 96 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: cbj Verlag
ISBN: 978-3570158586
Bestellbar bei: Amazon, Verlag, Koxinel


Achtung, die Krumpflinge kommen...

Die junge dreiköpfige Familie, die in die alte Villa gezogen ist, geht viel zu freundlich miteinander um. Denn genau das wird für die Krumpflinge bald zum Riesenproblem: Innerhalb kürzester Zeit ist der kostbare Krumpftee aufgebraucht! Um den Vorrat wieder aufzufüllen, soll jetzt Egon nach oben zu Familie Artich ziehen und dort mit allerhand Streichen dafür sorgen, dass ordentlich gestritten, geschimpft und geflucht wird. Egon nimmt die Herausforderung an, aber nicht alles läuft so, wie die Sippenchefin sich das vorgestellt hat ...
Quelle: Amazon Kurzbeschreibung



Das Cover ist relativ schlicht gehalten und trotzdem sehr kinderfreundlich und ansprechend. Die Schrift ist eine Entwicklung kindischer Schreibweise. Erst ein wenig krakelig mit Wachsmalstiften, dann in schöner Schreibschrift, was mir ebenfalls sehr gut gefällt.

Der Schreibstil und Schriftart sind für Kinder gemacht. Das Buch hat eine schöne deutliche Schrift, etwas größer und somit auch für Erstleser sehr gut geeignet.

Am Anfang des Buches gibt es einen Eintrag von Egon in Albis Freundebuch und auch sonst sind im Buch schöne Illustrationen die für Abwechslung sorgen. Keine Seite kommt ohne aus und so wird das Buch sehr lebendig.

Egon ist das Nesthäkchen der Familie und besonders, weil er anders ist. So geht es vielen Kindern im eigenen Leben auch und ich finde es sehr schön wie sie sich mit entwickeln können und sehen dass auch der kleinste was erreichen kann und Freundschaft etwas besonderes ist, egal wie unterschiedlich man scheint.

Auch das Thema Schimpfwörter ist für Grundschulkinder nichts neues mehr.
Es gibt dazu auch ein lustiges Gespräch der Autorin mit ihrem kleinen, grünen Protagonisten, das ihr hier nachlesen könnt.
Ich finde es süß geschrieben und ich denke wenn der Umgang mit Schimpfwörtern normal gehalten wird, man eben darüber spricht was sie bedeuten und wieso man sie so schlimm findet, dann versteht das auch jedes Kind. Wir jedoch rennen nur mit erhobenem Zeigefinger herum und zetern: "Sowas sagt man nicht!" - Aber wieso eigentlich nicht?

Meine Tochter ist 9 und fand das Buch sehr schön und lustig, gut dass es noch weitere Erlebnisse von und mit Egon gibt und wir freuen uns darauf auch diese zu entdecken.
Band 2 ist bereits erschienen und heißt "Die Krumpflinge - Egon wird erwischt" und Band 3 erscheint am 23. März diesen Jahres und trägt den Titel "Die Krumpflinge - Egon schwänzt die Schule".



Ein sehr schönes Kinderbuch, empfohlen ab 6 Jahren. Ich denke aber in die Vorschule kann man es schon schieben, dann eben zum vorlesen und gemeinsam kichern.

Danke an Blogg dein Buch und den cbj Verlag für dieses kugel komische Kinderbuch ;)





Sonntag, 11. Januar 2015

[Rezension] "Vom Tod geküsst"


Format: eBook, Taschenbuch
Seitenanzahl: 346 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: Selbstverlag Autorenseite
ISBN: 978-3000474354
Bestellbar bei: Amazon
Autor zu finden bei: Web, Facebook



Er ist der Tod! Und er kommt, um sie zu holen! Doch was, wenn sie nicht sterben kann? Und zudem völlig fasziniert von dem teuflisch gut aussehenden Fremden ist? Diese Frage muss sich die Krankenschwester Lilly stellen. Denn anscheinend gibt es nur eine Alternative: Sie muss sterben, ansonsten wird Sebastian in der Hölle schmoren. Doch soll das wirklich das Ende sein? Wofür lebst du, wenn du längst gestorben bist? Packende Fantasy, prickelnde Erotik und eine Liebe, die sich über den Tod hinwegsetzt.
Quelle: Amazon


Spätestens seit dem Film "Ghost" ist man doch fasziniert von der Liebe über den Tod hinaus. Amanda Frost hat mit diesem Thema einen wundervollen Roman geschaffen.

Mit den Charakteren kann man sehr gut mitfühlen sowohl vor als auch nach ihrem kennenlernen, das beider Leben verändert. (Ja auch das Leben nach dem Tod ist dennoch eines ;).

Der Schreibstil ist wiedermal sehr flüssig und fesselnd ab der ersten Seite. Leider macht es gerade das nicht einfacher als ich erfuhr, dass es wieder eine Reihe wird, aber Teil 2 erscheint ja schon ganz bald, YAY.

"Ich fasse es nicht, der hat ja kleine Hörner auf dem Kopf. Wie niedlich ist das denn?"
- Jaja Amandas Vorliebe für niedliche, außergewöhnliche Tiere spiegelt sich auch in diesem mopsähnlichen Höllenhund wieder - lach - 


Genau diese Mischung macht aber den Charme ihrer Bücher aus.
In keinem Erotikroman kommen kleine Höllenhunde, niedliche Mondbären oder hellsehende Igel vor (die letzten beiden stammen aus ihrer Siria Trilogie).

Doch Amanda mixt all diese Komponenten zu einem Romancocktail der sich sehen lassen kann und alles bleibt stimmig das beeindruckt mich am meisten.
Ich kann das knistern der Erotik spüren, das kichern über dieses niedliche Wesen kaum unterdrücken und mit Sebastian und Anna mitfiebern wenn sie versuchen das große Geheimnis zu lösen.


Dieser Roman vereint knisternde Erotik, Liebe und Magie zu einem wunderbaren Erlebnis. Danke, dass ich daran teilhaben durfte.






Samstag, 10. Januar 2015

[Rezension] "Minas tierische Abenteuer"



Format: eBook, Taschenbuch
Seitenanzahl: 52 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: Arthanan Verlag
ISBN: 978-3945376041
Bestellbar bei: AmazonKoxinel
Autor zu finden bei: Facebook



Mina lebt mit ihrer Schwester und 3 weiteren Katzen im haus von Lina und Tom. Dort geht es ihnen allen sehr gut sie werden geliebt, gefuttert und gestreichelt. Aber wie Katzen nun einmal sind, nämlich von Natur aus sehr neugierig, erlebt Mina in diesem Buch ein großes Abenteuer.

Sheela wird eines Verbrechens beschuldigt und nur Mina kann es schaffen ihre Unschuld zu beweisen.
So macht sie sich auf den Weg in ein Abenteuer bei dem sie auf neue Freunde trifft und auch sonst viel spannendes erlebt.
Wird es Mina gelingen das Rätsel zu lösen?



Hier muss ich erst ein klein wenig abschweifen. Als ich mich zu einem Ebook Reader entschloss habe ich 2 verschiedene getestet. Keiner von beiden sagte mir ganz zu. Ich bin ein Coverkäufer und es hat einfach was gefehlt. Als dann ein toller Tipp von Silke (Fairy - Book) auf Facebook kam dass der Kindle HD im Angebot ist war er auch gleich meine. Ich bin schon IMMER von ihm begeistert weil ich das Cover in Farbe sehen kann, aber bei keinem Buch bisher bot er mir soviel wie bei diesem.

Die Illustrationen wurden liebevoll von Hand gestaltet und ziehen sich durch das gesamte Buch. Ich weiß allerdings nicht ob es bei jedem Ebook Format so ist. Es gibt Doppelseiten mit Farbrand, Doppelseiten nur mit Zeichnung die einen Teil der Geschichte darstellen und wirklich wunderhübsche Details.

Das Buch ist ab 6 Jahren aber ganz vorne steht: "Für Katzenfreunde jeden Alters" dem kann ich auch nur zustimmen. 
Der Schreibstil ist wirklich kindgerecht. Ich habe es mit meiner fast 3jährigen Tochter gelesen und weil wir nicht ganz fertig wurden wollten wir am nächsten Tag weiter lesen. Ich habe dann zu ihr gesagt, ob wir ein Buch anschauen wollen und sie meinte gleich ja Mina Katzenbuch. Hat wohl Eindruck gemacht ;)
Sie fand das Eichhörnchen quirlig und hat richtig gestrahlt und gewackelt wenn es spannend wurde.

Ein bisschen Moral steckt auch in dem Buch, das verstehen dann aber wirklich erst die größeren. Vorurteile sind schlecht und stimmen eben nicht immer und man kann mit jedem befreundet sein, wie unterschiedlich man auch sein mag.



Ein wundervolles Abenteuerbuch für Kinder zum vorlesen und selbst lesen. Wir erwarten gespannt noch viele weitere Abenteuer von Mina.





Dienstag, 6. Januar 2015

[Rezension] "Koalaland"


Format: eBook, Taschenbuch
Seitenanzahl: 204 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3732230860
Bestellbar bei: AmazonKoxinel


Nina und Micha fliegen gemeinsam nach Australien. Während er sich den Lebenstraum von der Durchquerung des Outbacks erfüllen möchte, kann sie sich mit diesem Gedanken - ihrem Reisepartner und dem wunderlichen Land - zunächst überhaupt nicht anfreunden.

Doch unerwartete Ereignisse werfen die Urlaubspläne der beiden schnell über den Haufen. Sie müssen Kompromisse eingehen und kommen sich dabei allmählich näher. Dies ist der Startschuss zu einer atemberaubenden Reise in das rote Herz des Kontinents.

Eine berührende Liebesgeschichte nimmt ihren überraschenden Lauf, spannend wie ein Krimi und rasant wir ein Roadmovie. Werden Nina und Micha in Down Under finden, wonach sie suchen?
Quelle: Kurzbeschreibung Buchrücken


Tja hmm was hab ich für eine Meinung?

Fangen wir mal beim Cover an. Durch seine Farbe sticht es schon ins Auge, sonst wirkt es allerdings recht eintönig.
Aber ich muss dazu sagen der Hintergrund und der Camper sind großer Bestandteil des Romans es passt also perfekt, hätte mir eben z.B. den Camper etwas heller gewünscht als Akzent.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschrieben, ihrer und seiner. Dadurch wiederholt sich die geschehene Szene immer, was mich aber nur an einer etwas langweiligeren Stelle gestört hat, sonst fand ich es ok da es durch die wirklich SEHR unterschiedlichen Charaktere interessant war zu sehen wie sich die Reise jeweils anfühlt.

Von Nina war ich anfangs so genervt. Es liegt denke ich nicht am Schreibstil, eher an der Protagonistin.
Wie schon erwähnt sind sie sehr unterschiedlich. Micha genießt das Abenteuer und spielt den Entdecker während Nina als Businessfrau mit Ansprüchen daher kommt.
Dass die Realität oft so ist dass ein Ausflug für zwei Menschen jeweils eine andere Bedeutung hat ist mir bewusst aber Micha hat ja NIE was richtig gemacht. Ich war erst bei Seite 15 und schon gestresst.
Ich gab dem Buch trotzdem eine Chance.

Hatte ich anfangs allerdings gehofft es würde mir das Land so nahe bringen dass ich quasi mit dabei bin wurde ich schnell überzeugt dass dem nicht so ist. Man lernt natürlich ein wenig des Landes kennen und auch die Einwohner aber hauptsächlich empfand ich es als Reisetagebuch in dem es aber eher darum ging wer sich wegen was gezofft oder betrunken hat.

Ab dem 2/3 des Buches wurde es besser. irgendwann taute auch Nina auf und ich konnte einen entspannten Urlaub genießen ;) Fast! Denn wir geraten ja in ein "Missgeschick" und was danach kam fand ich sehr unrealistisch, die ganzen Reaktionen ließen mich nur den Kopf schütteln und die Freude war wieder dahin.

Aufgrund der Kurzbeschreibung habe ich wirklich Spannung erwartet neben einer leichten Liebesgeschichte die sich erst entwickeln muss, aber ich las das Buch einfach so durch. Ich hätte mir wirklich mehr erwartet. Mehr Land, mehr Leute, mehr Spannung, mehr Liebe.


Ein kurzweiliges Buch dass mich nicht fesseln konnte, aber als Zwischensnack durchaus ok ist. Leider für mich aber eben nicht mehr als das.